Die Diamantenschleiferin

Die Diamantenschleiferin

Bei der Recherche für die ZEITung für Heimat habe ich Tina Viel in Löbau getroffen, die sich sehr engagiert um junge Menschen im Unbezahlbarland kümmert. Leider war auf den festgelegten 32 Seiten der Zeitung nur Platz für einige Kernaussagen von ihr, jedoch nicht für die gesamte Geschichte. Diese könnt Ihr nun hier lesen.

Die Diamantenschleiferin
Tina Viel unterstützt Jugendliche bei der Erschließung ihrer Stärken
Ein Beitrag von Ingo Goschütz

„Als junge Frau habe ich mit 17 Jahren meine Heimatstadt Löbau verlassen. Ich wollte die Welt sehen und Karriere machen. Ich hätte nie gedacht, dass die Heimat irgendwann solch eine Zugkraft entwickeln würde.“

Tina Viel steckt voller Energie. Sie ist eine von den Powerfrauen, die mit Empathie, Ehrgeiz und Ausdauer sowie mit sozialer und fachlicher Kompetenz Dinge verändern und Prozesse anschieben können. Als Regionalleiterin des Nestor Bildungsinstitutes will sie die Aus- und Weiterbildung sowie die Förderung junger Menschen zukunftsfähiger gestalten. „Holzhammer funktioniert nicht mehr!“, überspitzt sie lächelnd. „Wir müssen umdenken. Wir brauchen neue Konzepte, um Jugendliche für uns gewinnen zu können. Dafür benötigen wir frische und neue Inhalte.“

Lösungsorientiert, jung und innovativ präsentiert sich der zertifizierte Bildungsträger im Landkreis Görlitz. Das Angebot reicht vom Coaching über Sprachkurse und Weiterbildungen für Erwachsene bis zur Berufsorientierung für Jugendliche. Dabei arbeitet Nestor mit vielen Unternehmen zusammen, die Personal suchen oder ihre eigenen Mitarbeiter weiterqualifizieren möchten. „Für jedes Anliegen finden wir eine passende Lösung“, bekräftigt die Regionalleiterin. „So haben wir kürzlich mit unserer neuen Marke xmentors ein umfassendes Angebot zur nachhaltigen Verbesserung der schulischen Leistung von Kindern geschaffen.“

Den notwendigen Weitblick für ihre Tätigkeit hat Tina Viel auch in ihren jungen Berufsjahren erworben. Sie arbeitete in Bayern und in Tirol in der gehobenen Hotellerie. Bis in die Führungsebenen hatte sie es geschafft. In der Nähe von Frankfurt am Main lebte sie mit ihrem Mann. Als sich dann 2012 Nachwuchs ankündigte, wurde der Wunsch zur Rückkehr in die alte Heimat immer stärker.

Nach der Elternzeit kehrte Tina Viel 2014 ins Berufsleben zurück. Auch dabei ging sie mutig neue Wege. Ich wollte jungen Menschen mein Wissen weitergeben und mich sozial engagieren.“ Beim Nestor Bildungsinstitut konnte sie diesem Anspruch gerecht werden. Seitdem unterstützt sie Menschen dabei, ihre Stärken zu erschließen und sie fit für die Zukunft zu machen. Gemeinsam mit ihrem Team möchte die Regionalleiterin den Schülern jeden Tag Zuversicht geben und Vertrauen aufbauen. „Wir haben hier Diamanten, die individuell geschliffen werden wollen!“, bringt Tina Viel ihre Aufgabe anschaulich auf den Punkt. „Nur mit Offenheit und einem ganzheitlichen Herangehen kann uns das gelingen.“ Dafür braucht es Kollegen, die diesen Geist mittragen, die sich mit der Region und ihren Besonderheiten identifizieren. Der Landkreis Görlitz bietet beste Voraussetzungen sowohl für eine erfolgreiche Bildungsarbeit als auch für ein glückliches Leben. 

Familie Viel hat es geschafft. Der mutige Schritt vom Ballungsraum raus in eine ländliche Region hat sich gelohnt. Die Kinder wachsen in der Nähe zu den Großeltern auf. 

Die Zeit, die Frau Viel und ihr Mann früher in der Großstadt im Stau verbrachten, können sie nun für die Familie nutzen. „Wer Kinder hat, ist hier glücklich. Wir können klettern, wandern, baden, Rad fahren. Es gibt Bauern- und Reiterhöfe, Tierparks und zum Shoppen ist Dresden nicht weit.“

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